Memorandum of Understanding eröffnet neue Perspektiven für Studium, Forschung und internationale Zusammenarbeit
Die HTWK Leipzig baut ihre internationalen Beziehungen nach Südkorea weiter aus: HTWK-Rektor Prof.-Dr. Jean-Alexander Müller und Prof. Kim Yong-Ha, Präsident der Konyang University, haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Die Vereinbarung schafft den Rahmen für eine engere akademische Zusammenarbeit und soll insbesondere den Austausch von Studierenden und Lehrenden sowie gemeinsame Aktivitäten in Forschung und Lehre fördern. Für die HTWK Leipzig war Prof. Dr.-Ing. Robert Geise vor Ort in Nonsan.
Neue Perspektiven für Studierende
Die Konyang University genießt insbesondere in den Bereichen Medizintechnik, Biomedizin und angewandte Ingenieurwissenschaften einen guten Ruf und verfügt über moderne Forschungs- und Lehrinfrastrukturen. Für die HTWK Leipzig eröffnet die Kooperation damit neue Möglichkeiten, internationale Kompetenzen zu bündeln und gemeinsame Bildungsangebote zu entwickeln.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von Austauschmöglichkeiten und der Perspektive gemeinsamer Studienprogramme. Geplant sind unter anderem Möglichkeiten für Doppelabschlüsse sowie eine stärkere internationale Ausrichtung des kooperativen beziehungsweise dualen Studiums. An der Fakultät Digitale Transformation werden Studium und betriebliche Praxis bereits eng miteinander verzahnt: Die Studierenden wechseln zwischen Hochschul- und Praxisphasen und verbinden dadurch wissenschaftliche Inhalte unmittelbar mit praktischer Anwendung.
Ein Aufenthalt an der Partnerhochschule in Südkorea könnte künftig eine zusätzliche internationale Dimension in diese praxisorientierte Ausbildung bringen. Studierende erhalten dadurch die Möglichkeit, fachliche Erfahrungen in einem anderen Hochschul- und Technologiekontext zu sammeln, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und internationale Kontakte zu knüpfen.

Internationale Zusammenarbeit wird konkret
Dass der Austausch zwischen Südkorea und der HTWK Leipzig bereits gelebt wird, zeigen koreanische Studierende, die im Sommer 2026 zu Gast an der Fakultät Digitale Transformation waren. Die internationalen Begegnungen sind damit mehr als eine Vereinbarung auf dem Papier: Sie schaffen konkrete Erfahrungen im Studienalltag und bringen Studierende und Lehrende verschiedener Hochschulsysteme zusammen.
Auch auf Forschungsebene verfügt die HTWK Leipzig bereits über Erfahrungen mit südkoreanischen Partnern. Seit 2022 besteht beispielsweise eine Kooperation mit dem renommierten Korea Institute of Science and Technology (KIST). Im Mittelpunkt stehen dort unter anderem gemeinsame Forschungsprojekte zu modernen Werkstoffen, Leichtbau und nachhaltigen Technologien. In den vergangenen Jahren wurden zudem gegenseitige Forschungs- und Studienaufenthalte realisiert und weitere internationale Forschungsprojekte vorbereitet.
Die neue Partnerschaft mit der Konyang University erweitert dieses Netzwerk um eine Hochschule mit besonderen Kompetenzen in Medizintechnik, Biomedizin und angewandten Ingenieurwissenschaften.
Mit dem Memorandum of Understanding setzt die HTWK Leipzig einen weiteren Baustein ihrer Internationalisierungsstrategie. Internationale Hochschulpartnerschaften ermöglichen nicht nur fachlichen Austausch, sondern eröffnen auch neue Perspektiven auf Wissenschaft, Technologie und gesellschaftliche Herausforderungen.
Für Studierende bedeutet die Zusammenarbeit vor allem die Chance, internationale Erfahrungen frühzeitig in das Studium zu integrieren. Für Lehrende und Forschende entstehen neue Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, gemeinsame Themen zu entwickeln und langfristig grenzüberschreitende Projekte anzustoßen.
Die Kooperation mit der Konyang University verbindet damit zwei zentrale Anliegen der HTWK Leipzig: praxisorientierte akademische Ausbildung und die zunehmende internationale Vernetzung von Lehre und Forschung.
