Advanced Learning and Examination Spaces in Saxony (ALExS.sax)

Auf die Anforderungen hinsichtlich Employability und Citizenship im 21. Jahrhundert reagiert Hochschulbildung programmatisch durch den shift from teaching to learning. Die damit einhergehende Studierendenzentrierung und Kompetenzorientierung in Studium und Lehre gelten als positive Kernelemente des Bologna-Prozesses. Daran anknüpfend ist mit der Digitalisierung in der Hochschulbildung der Anspruch verbunden, den Studierenden eine Lernumgebung zur Verfügung zu stellen, die eine Kompetenzentwicklung mit Blick auf eben jene Qualifikationsanforderungen der Arbeitswelt in und die Partizipation an einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft ermöglicht. Dieser Anspruch geht wiederum einher mit der Notwendigkeit, Lernumgebungen nicht nur curricular, sondern auch hochschuldidaktisch und bildungstechnologisch weiterzuentwickeln und forschend zu begleiten. Lernen wird dabei als ein in hohem Maße individueller und aktiver Prozess verstanden, der von einer lernförderlichen Umgebung angeregt werden kann. Damit eine Lernumgebung auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnisse Studierender reagieren kann, müssen Infrastrukturen für die Datenerhebung, -verarbeitung und -ausgabe etabliert werden. Um diese Datenanalyseverfahren zur Optimierung von Lern- und Prüfungsprozessen nutzen zu können, ist darüber hinaus deren konzeptionelle, hochschuldidaktische und technische Einbettung in konkrete (hybride) Lern- und Prüfungsszenarien notwendig.

Ziel dieses Verbundvorhabens ist die forschungsorientierte (Weiter-)Entwicklung (bestehender) Konzepte und Infrastrukturen zur Schaffung der Voraussetzungen für zukunftsfähige digitale Lern- und Prüfungsräume – Advanced Learning and Examination Spaces in Saxony (ALExS.sax) – mit Blick auf die Ermöglichung personalisierter digitaler Lernumgebungen für Studierende an Hochschulen.

Teilvorhaben Item-Pool-Management und automatisierte Testerstellung:
Elektronische Prüfungen mit standardisierten Aufgabenformaten sind in teilnehmerstarken Prüfungssituation ein hocheffizientes Testinstrument. Gleichzeitig erzeugen sie aber hohe Aufwände bei der Verwaltung der notwendigen Aufgabensammlungen (Itempools) und der kriterienbasierten Simultanerstellung gleichwertiger Prüfungen. Die gegenwärtig eingesetzten webbasierten Testsysteme unterstützen die damit verbundenen Arbeitsaufgaben nur unzureichend, obwohl effizientere Methoden mit höherem Automatisierungsgrad technisch machbar erscheinen. An diesem Punkt setzt das Antragsvorhaben an, indem forschungsseitig diesbezügliche Schwachstellen bestehender Learning-Management-Systeme analysiert und anwendungsseitig passgenaue Lösungen angeboten werden. Mit EAs.LiT entwickeln die Antragsteller ein seit mehreren Jahren erfolgreiches System zur kollaborativen Erstellung von Aufgaben für elektronische Prüfungen.

Weitere Informationen

Überblick und Arbeitspakete

Überblick

Projektdauer: Mai 2019 - Dezember 2020
Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK)

Arbeitspakete und Forschungsfragen (Teilprojekt Prof. Thor)

➤ Anforderungsanalyse für grafische Interfaces zur Item-Erstellung und -Bearbeitung
➤ Statistische Verfahren zur kumulativen Itemanalyse
➤Kriterienbasierte Simultanerstellung von Prüfungen

Publikationen

➤ Karapanos, M.; Thor, A.; Wollersheim, H.-W.: Itempool-Management mit Microsoft Excel: Eine UX-Studie. Proc. of Gemeinschaften in Neuen Medien (GeNeMe), 2020
➤ Thor, A.; Pengel, N.; Wollersheim, H.-W.: Digitalisierte Hochschuldidaktik: Qualitätssicherung von Prüfungen mit dem E-Assessment-Literacy-Tool EAs.LiT. Proc. of 15. E-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatik (Delfi), 2017


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